Wie Emmi zu ihrer Familie kam

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Buch CoverImmer wieder entschließen sich Adoptiveltern, die eigene Geschichte in ein Bilderbuch zu fassen. Sei es, weil sie unter den verfügbaren Adoptions-Kinderbüchern keines gefunden haben, das ihnen wirklich entspricht, sei es, weil sie die Freude an dieser Familienform weitergeben wollen oder ihrem Kind auf diesem Weg vermitteln, wie sehr sie es lieben.

Eines dieser Bücher erschien unter dem Titel „Wie Emmi zu ihrer Familie kam“ im Eigenverlag und wurde 10 Jahre nach der Adoption ihres Sohnes von der Adoptivmutter Gabi Selle-Drews geschrieben und herausgebracht. Das Buch, in dem sich Pflege- wie Adoptivkinder wiederfinden können, erzählt die Geschichte des Streifenhörnchens Emmi, das in einer Eichhörnchen-Familie aufwächst.

Als Emmi sich eines Tages wundert, warum sie anders aussieht, als ihre Eltern und Geschwister, wird es Zeit, dem kleinen Streifenhörnchen ihre Geschichte zu erzählen. Dazu kuscheln sich alle Kinder um Mama, die von dem Tag erzählt, als sie das kleine Hörnchen mit dem Zettel „Bitte kümmert euch um mich“ im Wald fand. Zuhause angekommen ist die ganze Familie aus dem Häuschen. Die älteren Geschwister kümmern sich sofort um das kleine Baby, füttern ihm Haselnussbrei und geben ihm den Namen Emmi Eichhorn. Doch die Eltern wissen: ein gefundenes Kind kann man nicht so einfach behalten. So machen sie sich auf die Suche, um etwas über Emmis Familie herauszufinden. Als dies nicht gelingt, wenden sie sich an eine höhere Instanz, die weise Eule. Auch sie kennt den Grund nicht, warum Emmi nicht bei ihrer Familie bleiben konnte. Doch sie ist sicher, dass diese Familie sie liebte: warum sonst wurde das Baby warm verpackt mit einem Zettel an einem Ort gefunden, an dem es nicht übersehen werden konnte? Die Eule ist es auch, die Familie Eichhorn fragt, ob sie für Emmi Verantwortung übernehmen wollen. Das tut die Familie längst und so wird Emmi unter großer Freude das jüngste Mitglied der Familie Eichhorn.
Nach dieser Geschichte wird es Zeit, ins Bett zu gehen. Mama Eichhorn küsst ihre Kinder und kann ihrer Tochter Emmi nur beipflichten, die für sich selbst die Bilanz aus ihrer Geschichte zieht: „Eigentlich ist es doch ganz egal, wie jemand in seine Familie kommt. Die Hauptsache ist doch, sich lieb zu haben.“
(Jutta Eigner)

Gabi Selle-Drews (Text) und Petra Erhard (Bilder)
Wie Emmi zu ihrer Familie kam
Eigenverlag, 22 Seiten
Stuhr, 2006
Zu beziehen unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
oder http://www.emmis-familie.de/